Wenn Nachfolger des Nazareners aber Plakate aufhängen, auf denen sie im Namen der Tiere darum bitten, dass diese nicht mehr verzehrt werden wollen – dann hetzen Pfarrer und Priester die Lokalpresse dagegen auf; dann intervenieren „Sektenexperten“ bei Plakatfirmen, und die Metzger klagen gegen die „Schockwirkung“ von Bildern, die doch lediglich zeigen, was sie mit den Tieren alles anstellen. Und wenn Nachfolger des Nazareners Initiativen unterstützen, die eine Abschaffung der Jagd fordern, dann wird prompt die Verschwörungstheorie in Umlauf gesetzt, sie wollten einfach alles unterwandern. „Ketzer“ sind eben so!
In dem Buch „Der Schattenwelt neue Kleider“ wird detailliert – mit Namen und Fakten – beschrieben133), mit welcher Penetranz und Kleingeisterei auch dieser neue Schritt, die Entstehung einer Keimzelle des zukünftigen Friedensreiches, auf Schritt und Tritt bekämpft wurde. Von Fernsehteams und Lokaljournalisten war bereits die Rede. Doch das Klima der Verhetzung machte auch vor Bürgermeistern, Gemeinderäten, Behördenvertretern und kirchlich beeinflussten Menschen aus der Dorfbevölkerung nicht Halt. Denn, so schreibt Gabriele in ihrem Buch „Die kirchliche und staatliche Gewalt und die Gerechtigkeit Gottes“ auf S. 168:
Die Masse der Menschen hat ihre Verantwortung der Priesterkaste übergeben.
Man traut seinen Augen kaum, wenn man nachliest, dass eine benachbarte Gemeinde sogar eine Hecke roden ließ, die das Pech hatte, von Menschen gepflanzt worden zu sein, die weder katholischen noch lutherischen Glaubens sind.134) Oder wenn man erfährt, dass rund um das Hofgut, das inmitten des Friedvollen Landes liegt, immer wieder des Nachts Schüsse zu hören sind, woraufhin dann am darauffolgenden Tag angeschossene, grausam verstümmelte und qualvoll verendete Tiere gefunden werden.135) Wenn geschildert wird, welches Kesseltreiben die örtliche Jägerlobby im Verbund mit der lokalen Jagdbehörde gegen den kleinen Flecken Land veranstaltete, weil sie der Auffassung war, dort müsse mehr gejagt werden.136) Wie die Behörden sogar eigens einen Hubschrauber über das Gelände fliegen ließ und anschließend ultimativ den Abschuss von 18 Wildschweinen pro Monat forderte. Begründung: Der Hubschrauber habe angeblich einen zu hohen Wildbesatz ermittelt. Der Schießzwang konnte vor Gericht gerade noch abgewendet werden. Die Landwirte des Hofguts beantragten daraufhin vor Gericht das Ruhen der Jagd in ihrem Gebiet und wollen dafür durch alle Instanzen gehen.
Man muss auch hier wieder feststellen: Alles, aber auch alles, was Gabriele in rastlosem Einsatz auf diese Erde brachte, wird angegriffen, um es nach Möglichkeit gleich wieder von der Erdoberfläche zu tilgen. Auch wenn dies nicht gelungen ist und auch auf lange Sicht nicht gelingen wird – die klerikal infiltrierten Quäl- und Kleingeister versuchen es immer wieder und geben keine Ruhe.
