„ ... grausam und unbarmherzig“ |
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Hinter den Mauern der bischöflichen Amtsgebäude wurden derweil Maßnahmen anderer Art ausgeheckt. Auch das Verbreiten von Boshaftigkeiten – und gerade das! – will sorgfältig vorbereitet sein. Am 20. Juni 1982 erscheint schließlich im Würzburger Katholischen Sonntagsblatt ein ganzseitiger Artikel unter der Überschrift „Für Schäden keine Haftung!“ Verantwortlich für den Artikel zeichnet zwar eine „Hausfrau“ (in Wirklichkeit ist sie Journalistin) namens Jutta Falke. Doch ein beigefügter Kasten („Klärungshilfen für Katholiken“) wies den Weg zum eigentlichen Drahtzieher: „Das große Zeichen – die Frau aller Völker“ steht da zu lesen – und der Würzburger Filiale dieser spiritistisch angehauchten katholischen Mariensekte 23) stand Franz Graf von Magnis vor. Der Würzburger Bischof Scheele hatte ihn bzw. seine Organisation in der Diözese Würzburg mit der „Aufklärung“ über „Sekten“ betraut.Der Artikel zeigt, wohin die Reise gehen wird, auch in den darauffolgenden Jahren: Die Kirche denkt nicht im Traum daran, sich inhaltlich oder theologisch mit den göttlichen Offenbarungen des Christus-Gottes-Geistes wirklich auseinanderzusetzen. Statt dessen werden dem Leser von Anfang an glatte Unwahrheiten aufgetischt. So wird etwa behauptet, bei den im Heimholungswerk Jesu Christi angebotenen Heilungen durch Gebet und Glauben werde Heilung „versprochen“. Oder es wird dort behauptet, man sei „die einzig wahre Kirche Jesu Christi“. Beides ist unwahr. Sogleich geht der Angriff aber auch in Richtung der Person der Prophetin Gottes – notdürftig verbrämt mit einigen herablassenden, in ihrer Scheinheiligkeit geradezu peinlich wirkenden Worten: „Ein lieber, guter, harmloser Mensch, Hausfrau und Mutter wie du und ich, gründet eine ‚Kirche’ ...“ (Das dürfen in der katholischen Kirche schließlich nicht mal Männer! Aber nichts liegt Gabriele ferner, als eine Kirche gründen zu wollen.) Sie lasse sich zu einer „willenlosen Marionette degradieren“, verbreite „Lügen“ (welche, wird allerdings nicht gesagt) und säe „Hass“. Letzteres sollte sich wohl auf die aufklärenden Vorträge über Tatsachen aus der Kirchengeschichte beziehen. |
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