Ein Kampf mit ungleichen Waffen |
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„Und weshalb siegt Gott nicht rascher?“, so könnte man fragen. „Er ist doch die höchste Energie im Universum!“ Doch gerade weil Er das ist, setzt Er nur Mittel ein, die Seinen Gesetzen entsprechen. Die Widersacher Gottes lügen, betrügen, verleumden, verführen, intrigieren nach Herzenslust; sie machen Angst und schüchtern ein, sie zwingen und erpressen – und wo all das nicht hilft, wenden sie schlicht Gewalt an. Die Gesandten Gottes hingegen sind gehalten, durch das ehrliche Beispiel zu überzeugen, die Herzen anzusprechen, sich nicht zu verstellen, sondern stets nur das auszusprechen, was sie auch fühlen und denken. Schmeicheleien, Berechnung und Hintergedanken haben im Denken und Leben der Gottesboten keinen Platz, wohl aber das klare und unmissverständliche Wort, das schon Jesus von Nazareth gegenüber den Schriftgelehrten Seiner Zeit aussprach, ob es gelegen kam oder nicht. Dem Gottesgeist geht es nicht um äußere Zustimmung einer möglichst großen Schar von Mitläufern oder Nachahmern, sondern um die Einsicht des Einzelnen und um die innere Wandlung jeder Seele. Gewalt und Zwang sind daher nicht die Waffen Gottes, denn sie würden das Erreichen dieses Ziels nur behindern, das Negative, das der Mensch noch in sich trägt, nur weiter fördern – denn Gewalt erzeugt bekanntlich Gegengewalt, Druck Gegendruck. |
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